Nach der Approbation träumen viele Therapeuten von der eigenen Praxis. Sich als Therapeut selbstständig zu machen, erfordert allerdings nicht nur fundiertes Wissen in der jeweiligen Fachrichtung. Auch Gespür für betriebswirtschaftliche Themen und Finanzen ist gefragt. Ein Punkt, mit dem man sich fast alle Therapeuten im Vorfeld einer Selbständigkeit auseinandersetzen, ist das Thema Kassenzulassung. Warum es so schwer ist einen Kassensitz zu bekommen und welche Alternativen es gibt, thematisieren wir in diesem Beitrag.

Viele Patienten gehen aufgrund von Beschwerden wie Stimmungsschwankungen, psychischen Krisen oder akuten Erkrankungen zum Hausarzt. Dieser entscheidet dann, ob eine Therapie Sinn macht und schreibt gegebenenfalls eine Überweisung. Dann geht für den Patienten die Suche nach dem richtigen Therapeuten los. Allerdings ist das gar nicht so einfach. Denn die meisten Therapeuten, die über die Kasse abrechnen können, sind auf lange Sicht ausgebucht. Der Irrsinn daran: Das Problem sind nicht fehlende Therapeuten, sondern das Nachrückverfahren, auf dem die Kassenzulassung basiert.

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Jahrelange Wartelisten auf eine Kassenzulassung

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Bei akuten Fällen ist eine lange Wartezeit auf einen Termin beim Therapeuten nicht hinzunehmen. Das Problem an dem System der Kassenzulassung: Erst, wenn ein Therapeut in Rente geht, kann ein anderer Therapeut nachrücken und eine Kassenzulassung erhalten. Bei der Vergabe spielen dann noch Faktoren wie das Alter eine Rolle. Je älter, desto höher die Chance auf eine Kassenzulassung. Es gibt noch einen anderen Weg an eine Kassenzulassung heranzukommen und zwar sich den Kassensitz mit einem anderen Therapeuten zu teilen und sozusagen Teile des Kassensitzes abzukaufen. Der Haken daran: Meistens ist so eine finanzielle Beteiligung an einem Kassensitz sehr teuer und diese finanzielle Belastung direkt nach der Approbation schwer zu realisieren.

Die Psychotherapiereform im April 2017

2017 gab es eine Psychotherapiereform, die dieses Problem angehen sollte. Dabei wurde unter anderem beschlossen, dass sich Therapeuten 100 Minuten in der Woche frei halten müssen für besonders akute Fälle. Zwar ist ein Erstgespräch so schneller realisierbar, allerdings werden die Patienten danach auch wieder weggeschickt oder auf eine Warteliste gesetzt. Durch diese 100 Minuten bleibt außerdem weniger Zeit für Patienten, die bereits in Behandlung sind. Ein System, das langfristig also auch keine wirkliche Abhilfe schafft.

Keine Kassenzulassung – was dann?

Besonders schwer an eine Kassenzulassung heranzukommen, ist es in Großstädten. Hier ist die Dichte an Psychotherapeuten hoch und die Wartelisten endlos lang. Dann bleibt entweder nur der Weg sich einen neuen Lebensmittelpunkt zu suchen oder über Alternativen nachzudenken. Aber wie könnten solche Alternativen aussehen? Für Gesundheitsleistungen selbst zu zahlen war früher nicht üblich. In den letzten Jahren hat sich die Einstellung zum Thema Gesundheit jedoch grundlegend verändert. Immer mehr Menschen sind bereit, auch in ihr eigenes Wohlbefinden zu investieren. Diese Entwicklung kann man sich als Therapeut zunutze machen und auf Privatzahler setzen, die die Kosten für die Therapiestunden selbst tragen. Damit die Abrechnung nicht zu aufwändig wird und möglichst viel Zeit für die Behandlung bleibt, können sich Therapeuten Unterstützung holen, wie zum Beispiel EgoSession. Das ist eine Praxis-Software, über die die Abrechnung einfach und schnell Online organisiert werden kann.

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Psychotherapie über Kostenerstattung

Außerdem gibt es auch noch eine andere Möglichkeit: Und zwar Psychotherapie über Kostenerstattung anzubieten. Das bedeutet: Findet der Patient nicht zeitnah einen Behandlungsplatz bei einem Therapeuten mit Kassensitz, kann er die ihm entstandenen Kosten für die selbst beschaffte Behandlung bei seiner gesetzlichen Krankenkasse einreichen. Eine solche Leistung kann die Behandlung in einer Privatpraxis ohne Kassenzulassung sein. Mehr Infos dazu gibt es hier.

Da die Zahl der Therapeuten mit Kassenzulassung viel zu gering ist, ist dieser Weg eine Chance. Allerdings stellen sich viele Krankenkassen hier immer noch quer und der Bewilligungsprozess ist zäh. Wichtig dabei, machen Sie Patienten auf diesen Weg aufmerksam, viele Betroffene hören zum ersten Mal, dass es möglich ist auch so an einen Therapieplatz zu kommen. Damit Betroffene überhaupt auf Sie aufmerksam werden, sollte Ihre Praxis im Internet auch gefunden werden. EgoSession hat eine integrierte Praxismarketing-Funktion, die die Bekanntheit ihrer Praxis im Internet steigert. Dazu einfach mal bei uns vorbeischauen und sich einen kostenlosen Beratungstermin für einen erfolgreichen Start in die Selbstständigkeit sichern. Das Team von EgoSession wünscht gutes Gelingen bei der eigenen Praxis!

 

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