In einem unserer vorherigen Blogbeiträge haben wir bereits viele Punkte thematisiert, auf die man achten sollte, wenn man sich als Therapeut oder Heilpraktiker selbstständig machen möchte. Heute möchten wir euch weitere Tipps rund ums Thema „Selbstständig als Therapeut“ für die eigene Praxis mit auf den Weg geben: Was muss in die AGBs der Praxis? Braucht man unbedingt eine Berufshaftpflichtversicherung? Wie sieht es mit der Besteuerung von therapeutischen Leistungen aus?

Therapeuten und Heilpraktiker müssen nicht nur in ihrem Fachgebiet über fundiertes Wissen verfügen. Gerade, wenn man seine eigene Praxis gründen möchte, gehören auch betriebswirtschaftliche Kenntnisse und reichlich Know-How über den Aufbau eines eigenen Unternehmens dazu. Wer sich selbstständig als Therapeut macht, kann bei der Planung einer eigenen Praxis schnell den Überblick verlieren. Welche Punkte solltet ihr dringend beachten und was könnt ihr auf einen späteren Zeitpunkt verschieben? Hier kommen unsere Antworten:
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Gesetzliche Rahmenbedingungen: Die AGBs einer Therapie-Praxis

Einer der Punkte, die man als Therapeut oder Heilpraktiker zu Beginn oft gar nicht auf dem Schirm hat, sind die AGBs – die allgemeinen Geschäftsbedingungen – der Praxis. Allerdings sind die Inhalte der AGBs der eigenen Therapie-Praxis sehr wichtig. Denn falsche Angaben können nicht nur zu Abmahnungen, sondern auch zu hohen Kosten führen. Es gibt verschiedene Wege, wie man individuell sinnvolle und rechtlich korrekte AGBs für seine eigene Praxis aufsetzt.

Die erste Möglichkeit: Man lässt die AGBs von einem Anwalt erstellen. Das ist meistens relativ kostenintensiv, allerdings auch die sicherste Variante und das i-Tüpfelchen dabei: Der Anwalt haftet für alle Fehler in den AGBs. Allerdings gibt es auch noch weitere Möglichkeiten. Zum Beispiel sogenannte AGB-Generatoren oder AGB-Vorlagen, die man seinen individuellen Bedürfnissen anpassen kann. Hier ist es allerdings ratsam, die AGBs nach Fertigstellung noch einmal final von einem Anwalt prüfen zu lassen. So kann bei den AGBs für die eigene Praxis nichts schief gehen, man ist rechtlich abgesichert und kann sich auf das eigentliche Kerngeschäft, die Therapiestunden und die Patientenbetreuung, konzentrieren.
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Absicherung: Die Berufshaftpflichtversicherung in therapeutischen Berufen

Die Psychotherapeutenkammern schreiben vor, dass jeder Therapeut eine Berufshaftpflichtversicherung benötigt. Warum? Wer Therapeut ist, berät Menschen. Unbeabsichtigt kann es auch einmal zu einer Fehldiagnose kommen oder das psychologische Gutachten ist zwar vollkommen korrekt, aber der Patient verliert aufgrund dessen seinen Arbeitsplatz und man wird mit Forderungen konfrontiert. Um in einem solchen Fall nicht mit dem Privatvermögen zu haften und abgesichert zu sein, benötigt jeder der selbstständig als Therapeut ist, eine Berufshaftpflichtversicherung, die im Ernstfall einspringt. Der Beitrag für die Berufshaftpflichtversicherung richtet sich nach den Leistungen, die angeboten werden. Heilpraktiker zahlen beispielweise einen geringeren Beitrag als Therapeuten. Therapeuten wiederum einen geringeren Beitrag als Psychiater. Die Beiträge werden also je nach Risikoeinstufung des Berufsbildes berechnet. Am besten ist es, verschiedene Versicherer miteinander zu vergleichen. Hierzu gibt es etliche Seiten, die Berufshaftpflichtversicherungen für Therapeuten vergleichen. Ein guter Weg, um einen Überblick über Versicherungsangebote für therapeutische Berufe zu bekommen.

Steuern für therapeutische Leistungen – ja oder nein?

Die Planung für die eigene Psychotherapie- oder Heilpraktiker-Praxis ist in vollem Gange. In diesem Zuge wird auch das Thema Honorar-Abrechnung relevant. Welche Möglichkeiten unsere digitale Praxis EgoSession bietet, um die Zahlung für die Patienten und die Abrechnung für die Praxis so einfach wie möglich zu machen, haben wir in unserem Beitrag zur Online-Abrechnung mit EgoSession schon einmal genau beleuchtet. Wie sieht es allerdings mit der steuerlichen Seite aus, wenn man selbstständig als Therapeut ist? Welche Leistungen sind umsatzsteuerpflichtig und welche nicht? Eine Frage, die dringend vor Beginn der Tätigkeit als Therapeut geklärt werden muss. Generell gilt gemäß §4 Nr. 14 UStG (Umsatzsteuergesetz), dass alle erbrachten Leistungen von Ärzten und Therapeuten von der Umsatzsteuer befreit sind, wenn ein therapeutisches Ziel im Vordergrund steht. Allerdings gibt es natürlich auch hier eine Ausnahme. Alle Leistungen, die nämlich nicht in direktem Zusammenhand mit der Diagnose oder Behandlung stehen, wie zum Beispiel eine Maßnahme zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens, sind umsatzsteuerpflichtig. Detaillierte Infos gibt es zum Beispiel hier.

Wir hoffen, dass unsere beiden Beiträge zur Selbstständigkeit als Therapeut und Heilpraktiker euch weitergeholfen haben. Zusätzlich zu diesen Punkten ist natürlich auch das Praxismanagement ein wichtiger Bereich, der am Anfang einer Praxisgründung bedacht werden muss. Denn Verwaltungsaufgaben, Praxismarketing, Terminvereinbarungen und die Abrechnung nehmen viel Zeit in Anspruch. Diese Aufgaben müssen alle neben der Patientenbetreuung erledigt werden. EgoSession nimmt euch einen Großteil dieser Aufgaben ab und erleichtert den Praxisalltag immens. Seid ihr an einem unverbindlichen Beratungstermin interessiert? Dann vereinbart doch einfach einen Beratungstermin unter: https://www.ego-session.com/preise/#

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